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09.04.2021 15:27
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Der Dübel, ein Helfer für vielfältige Befestigungen

Jeder kennt es, eben schnell ein Loch bohren, Dübel rein, Gegenstand festschrauben – und fertig. Aber so schnell und problemlos geht’s nicht immer. Denn einige Wände erfordern spezielle Dübel und ein leichtes Regal kann sich hinterher auch mal als zu schwer herausstellen.

Was ist ein Dübel überhaupt?

Ein Dübel ist die Verbindung zwischen einer Schraube und Wand oder Mauer. Wenn die Schrauben von alleine keinen Halt hätten, benötigt man Dübel. Durch das Eindrehen der Schraube verankert sich der Dübel in der Wand und überträgt die schwere Last auf den Untergrund. Der Dübel sorgt somit dafür, dass Möbel oder andere Gegenstände an die Wand angebracht werden können. Doch ist es nicht immer leicht, den richtigen Dübel für das Projekt zu finden, denn die vielfältigen Untergründe benötigen auch unterschiedlicher Dübelarten.

So wählst du den richtigen Dübel für dein Projekt

Die Qualität und Art der Wand sind maßgeblich für die Auswahl des richtigen Dübels. Wenn es allerdings nicht erkennbar ist, was sich hinter dem Putz, der Farbe oder der Tapete versteckt, kann man vor dem Bohren der Dübellöcher einen sogenannten Untergrundcheck machen. Denn anhand des Bohrmehls kann man den Untergrund bestimmen. Hierfür macht man einfach kleine Probebohrung. Der feine Staub, der durch das Bohren entsteht, verrät häufig um was für ein Material es sich handelt. So kommt aus Backsteinen und herkömmlichem Mauerwerk rotes Bohrmehl. Kalksandstein erkennt man wiederum an einem weiß-sandigem Bohrmehl. Bei Porenbetonstein ist es ein leicht schmieriges und weißes Bohrmehl und bei Leichtbeton hingegen entsteht ein hellgraues und staubfeines Bohrmehl.

Dübelarten in der Übersicht

Die meisten (DIY) Handwerker benutzen Dübel aus Kunststoff oder Nylon, diese sind bestens einsetzbar für geringe Belastungen wie z.B. das Aufhängen von Bildern, Bewegungsmeldern, Lampen oder Regalen. Wenn es darum geht, schwere Gegenstände an einer Wand zu befestigen, greift man zu Metalldübeln. Diese Dübelart gibt es als Hohlraumdübel oder Spreizdübel. Eine dritte Dübelart sind chemische Dübel. Mit chemischen Dübeln können unter anderem Balkone oder Treppen montiert werden.

Hier einmal die wichtigsten Dübelarten:

• Kunststoffspreizdübel/ Normdübel
• Knotendübel
• Gipskartondübel
• Dämmstoffdübel
• Hohlraumdübel
• Federklappdübel
• Einschlaganker
• Schwerlastdübel
• Chemische Dübel

Abbildung Dübelarten
 

Wie montiert man Dübel?

Damit der Dübel ordentlich in die Wand eingebaut wird, soll man mit einem Bohrer von gleicher Größe vorbohren. Eine Ausnahme bilden hierbei Schlag- oder Nageldübel, denn diese Art von Dübel wird einfach in die Wand geschlagen. Damit der Dübel einen guten Halt findet, sollte der Durchmesser des Bohrlochs auch der Größe des Dübels entsprechen.

Bei der Befestigung mit Dübeln wird in Durchsteckmontage und Vorsteckmontage unterschieden. So wird bei der Durchsteckmontage der Dübel durch das Bauteil in das Bohrloch gesteckt und verspreizt. In der Vorsteckmontage wird der Dübel abschließend mit der Oberfläche des Untergrundes montiert. Das Bohrloch sollte dabei etwas größer sein als das Loch im Anschlussbauteil.

Eine dritte Alternative ist die Abstandsmontage, die beispielsweise an Fassadenelementen benutzt wird. Hierbei montiert man das Anschlussbauteil mit Abstand. Der Bohrstaub sollte nach dem Bohren mit einem Staubsauger entfernt werden, da das Bohrmehl die Befestigung erschweren könnte.

Der Dübel will einfach nicht halten – warum?

Es gibt viele Gründe, warum ein Dübel nicht in der Wand bleibt. Wir haben hier ein paar Gründen aufgelistet:
 

  • Ursache 1: Der Untergrund
    Um den Dübel richtig zu befestigen, ist es essenziell, einen geeigneten Dübel für das Wand- oder Deckenmaterial zu wählen. Der Untergrund, die Schraube und der Dübel sollten zueinander passen. Hierfür kann man einen Universaldübel nehmen, diese weisen jedoch bei besonderen Untergründen meist nicht so eine hohe Traglast auf, wie speziell für diese Zwecke entwickelte Dübel.
     
  • Ursache 2: Falsch gebohrt
    Wenn der Dübel perfekt halten soll, ist es wichtig, dass das Bohrloch fachgemäß gefertigt ist. Dies ist bei Dübeln zum Einschlagen oder Eindrehen natürlich nicht vorgesehen. Der Durchmesser des Lochs muss dem Durchmesser des Dübels entsprechen, da der Dübel sonst wackelt oder freidreht. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte der Bohrer auf einen präzisen Winkel von 90 Grad eingestellt werden und es darf auch nicht zu tief gebohrt werden. Wird während des Bohrvorgangs korrigiert, franst man die Löcher aus und der Dübel wird als Folge dessen nicht halten. Nach dem Bohren muss man das Bohrloch reinigen.
     
  • Ursache 3: Zu viel Last
    Ein universeller Dübel ist nützlich, wird aber voraussichtlich größeren Belastungen nicht standhalten. So sollte zum Beispiel ein Handtuchhalter nicht mit einem universellen Dübel angebracht werden, sondern mit einem Langschaftdübel. Diese Art von Dübeln zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass sie tiefer im Mauerwerk sitzt und daraufhin größeren Belastungen standhalten kann. Langschaftdübel können auch für z. B. Hängeschranke angewendet werden. Beachte zudem immer die Verpackungsanweisungen, auf denen im Regelfall die maximale Belastung angegeben ist, die der Dübel aushalten kann.
     
  • Ursache 4: Falsche Schraube
    Für die meisten Dübel können Universalschrauben eingesetzt werden. Die Schraube darf allerdings keine Bohrspitze haben, denn diese könnte den Dübel und seine Funktion zerstören. Der Durchmesser der Schraube sollte etwas schmaler sein als der des Dübels, damit die Schraube vollständig durch den Dübel durchstoßen kann. Zudem sollte die Schraube so lang sein wie der Dübel und der Dicke des Montagegegenstandes entsprechend gewählt werden. Am besten ist es, wenn man die Dübel direkt als Set mit der passenden Schraube kauft.

Porenbeton
Abbildung Ziegel

Die Problemlösung – wenn der Dübel einfach nicht halten will

Auch wenn man alles korrekt gemacht hat, kommt es manchmal vor, dass die Befestigungen mit Dübeln trotzdem nicht halten. Zum Beispiel, weil die Wand sandig ist und mit dem Dübel bricht. In vielen Fällen gibt es einfache Lösungen.
 

  • Fall 1: Der Dübel kommt wieder aus der Wand
    Wenn die Wand kleinere oder größere Löcher hat, kann sie beispielsweise mit Gips gefüllt werden. Der Dübel kann in den frischen Gips eingesteckt werden und ist nach der Aushärtung belastbar. Sandige Untergründe kann man zum Schutz mit Acryl bestreichen. Für größere Lasten ist es jedoch am besten, eine Gewindestange mit Verbundmörtel oder chemische Dübel zu verwenden.
     
  • Fall 2: Dübel dreht durch
    Wenn das Bohrloch zu groß oder zu sandig ist, rotiert sich der Dübel und kann in einigen Fällen nicht aus der Wand gezogen werden. In diesem Fall kann man ein (halbes) Streichholz, einen Zahnstocher oder Ähnliches nehmen, um mithilfe dieser den Dübel fest in der Wand zu fixieren. Der Rest wird durch die Schraube erledigt, denn durch das Einschrauben wird der Dübel gespreizt und findet dadurch einen festen Halt in der Wand. Stelle dennoch vorher sicher, dass der Durchmesser der Schraube nicht zu klein ist.
     
  • Fall 3: Dübel verschwindet in der Wand
    Es kann mal passieren, dass der Dübel zu tief in der Wand steckt oder vollständig verschwindet. Man kann dann versuchen, mit einer Zange oder einem Korkenzieher den Dübel wieder zu entfernen. Wenn der Dübel nicht entfernt werden kann und auch kein Platz mehr für einen weiteren Dübel vorhanden ist, muss das Bohrloch vergrößert werden. Das Loch kann man mit etwas Spachtelmasse wieder verschließen und einen neuen Dübel in die frische Spachtelmasse drücken.


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