Schlangenbohrer – für das Bohren in Hart- und Weichholz

05.02.2021 14:43
Logo Twistdrill
Schlangenbohrer

Schlangenbohrer – für das Bohren in Hart- und Weichholz

Wenn es darum geht, besonders tiefe Löcher in Holz zu bohren, sind Schlangenbohrer unverzichtbar. Der Schlangenbohrer, auch als Stangen-Schlangenbohrer bekannt, ist ein klassischer Holzbohrer, der sich ähnlich einer Schlange in das Holz bohrt. Wegen der guten Spanabtragung eignet sich der Schlangenbohrer perfekt für tiefe Löcher.

Wie alle Holzbohrer verfügen Schlangenbohrer über eine Zentrierspitze, die in den meisten Fällen auch mit einem Gewinde versehen ist. Die selbst einziehende Gewindespitze ermöglicht punktgenaues Bohren. Aufgrund dieser Eigenschaft sind sogar schräge Bohrungen problemlos möglich.

Abbildung Schlangenbohrer details
 
Zu den Twistdrill Schlangenbohrer

Aufbau eines Schlangenbohrers

Ähnlich wie eine Schlange dreht sich das mittlere Teil des Bohrers um den sogenannten Kernstab. Dieser ist verantwortlich für einen guten Abtransport der Späne. Dank der halbrunden Vorschneider werden die Holzfasern sauber durchtrennt und es entsteht eine genaue und splitterfreie Bohrung. Die leicht kegelförmige Form sorgt für weniger Reibung und Hitze beim Arbeitsvorgang und zudem werden Verfärbungen am Holz vermieden.

Aufbau des Metallbohrers

Die Vorderseite des Metallbohrers ist kegelförmig und mit zwei scharfe Schneiden versehen. Die Spiralnut im Schaft sorgt für einen guten Abtransport von Spänen aus dem Bohrloch. Der Metallbohrer hat keine zentrier Spitze, da diese bei den auftretenden Kräften abbrechen würde. Am Ende des Bohrers ist das Werkzeug rund geformt, um in einer Bohrmaschine oder einem Akku-Bohrer befestigt werden zu können.

Schlangenbohrer Detail Spitze und Kern
Abbildung Schlangenbohrer Detail Ende

Der Unterschied zwischen Schlangenbohrer Typ „Lewis“ und „Irwin“

Die gängigen Typen „Irwin“ und „Lewis“ unterscheiden sich im Aufbau der spanabführenden Nuten. So ist „Irwin“ der Spezialist für weichere Holzarten und „Lewis“ hingegen der Spezialist bei Hartholz.

Anwendung eines Schlangenbohrers

Um den Schlangenbohrer nicht unnötig zu erhitzen, ist es empfehlenswert, lieber etwas langsamer als zu schnell vorzugehen. So ist es ratsam, bei hartem Holz generell etwas vorsichtiger zu arbeiten als im Weichholz. Bei sehr tiefen Bohrungen mit dem Schlangenbohrer sollte der Bohrer regelmäßig und wiederholt zurückgezogen werden, um die anfallenden Späne aus dem Bohrloch zu entfernen. Gleichzeitig wird der Schlangenbohrer so ein wenig abgekühlt. Wenn das Holz jedoch besonders hart ist, kann ein bisschen Öl auf dem Schlangenbohrer helfen.

Tipp: Holzspäne sollten Sie übrigens niemals mit der bloßen Hand aus dem Bohrer entfernen, da die Schneiden der Schlangenbohrer sehr scharf sind und dadurch direkte Verletzungsgefahr

Abbildung Schlangenbohrer Tipp
 

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.
PRIMO Newsletter
Abonnieren Sie unseren Newsletter, um keine Aktion zu verpassen.